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Sortiertechnologie-Vergleich | AISORT

Technologieleitfaden

Wie wählt man die richtige Sortiertechnologie für Ihre Recyclinganlage

Die Wahl der Sortiertechnologie bestimmt den Durchsatz, die Reinheit, die Betriebskosten und die Fähigkeit Ihrer Anlage, sich an verändernde Materialströme anzupassen. Dieser Leitfaden bietet einen strukturierten Vergleich der sechs wichtigsten Sortiertechnologien, die im modernen Recycling eingesetzt werden, mit praktischen Kriterien für die Zuordnung zu Ihrer spezifischen Anwendung.

Technologieübersicht auf einen Blick

TechnologieErkenntBeste AnwendungenEinschränkungen
RGB-FarbkameraFarbe, Helligkeit, FormFarbsortierung von Plastikflaschen, Glasscherben, ElektroschrottKann keine gleichfarbigen unterschiedlichen Polymertypen unterscheiden (z.B. klares PET vs. klares PVC)
NIR-SpektroskopiePolymertyp durch molekulare ReflexionssignaturPET/HDPE/PP/PVC-Trennung; Papier- vs. KunststofferkennungDunkle oder schwarze Materialien absorbieren das NIR-Signal; Oberflächenfeuchtigkeit verursacht spektrale Verzerrung
Hyperspektral / SWIRErweiterter Wellenlängenbereich zur Unterscheidung ähnlicher PolymereSortierung dunkler Kunststoffe, Reinigung von lebensmittelgeeignetem rPET, Unterscheidung von HDPE und LDPEHöhere Investitionskosten; langsamere Scanrate als Einband-NIR
Röntgenstrahl-Transmission (XRT)Atomdichteunterschiede zwischen MaterialienRückgewinnung von Schwermetallen aus Schredderrückständen; Mineral-/Erzsortierung; Entfernung von Aluminium aus KupferNicht geeignet für leichte Materialien (Kunststoffe, Papier); Strahlenschutzauflagen erforderlich
Wirbelstrom + InduktionElektrische Leitfähigkeit von MetallenSortierung von Nichteisenmetallen (Aluminium von Kupfer); Erkennung von Metallfragmenten in FlockenströmenKann Polymertyp, Farbe oder nichtmetallische Verunreinigungen nicht identifizieren
KI / Deep Learning VisionVisuelle Muster, markenspezifische Verpackungen, komplexe ObjektgeometrieIdentifizierung von Verpackungen auf Markenebene; Erkennung von Komponenten aus Mischmaterialien; Qualitätseinstufung sortierter FraktionenErfordert repräsentative Trainingsdaten; Modell-Neutraining erforderlich, wenn sich Verpackungsdesigns ändern

Technologie auf Ihre Anwendung abstimmen

Starre Kunststoffbehälter (Flaschen, Eimer, Schalen)

Standard: RGB + NIR. RGB trennt nach Farbe (klares vs. blaues vs. grünes PET). NIR identifiziert den Polymertyp (PET vs. HDPE vs. PP vs. PVC). Für lebensmittelgeeignete Ausgabe fügen Sie einen zweiten NIR-Durchlauf plus Metalldetektion hinzu, um eine Kontamination von <50 ppm zu erreichen.

Flexible Verpackungen und Folien

Standard: NIR + 3D-Laser. Folie verhält sich auf Sortierrutschen anders als starre Behälter — sie schwebt, faltet sich und überlappt. 3D-Lasertriangulation hilft, Folienschichten von starren Gegenständen zu unterscheiden; NIR identifiziert den Polymertyp der Folie selbst.

Elektroschrott und WEEE

Standard: XRT + RGB + Induktion + KI. Der extreme Dichtebereich in Elektroschrott (von leichten Kunststoffgehäusen bis zu dichten Kupferkühlkörpern und Stahlrahmen) erfordert eine dichtebasierte Vorsortierung (XRT), farbbasierte Sortierung (RGB) und Metallverifizierung (Induktion). KI-Sicht wird zunehmend unerlässlich für die Identifizierung spezifischer Komponententypen wie Leiterplatten, Batterien und Steckverbinder.

Bau- und Abbruchabfälle

Standard: NIR + 3D + Wirbelstrom. C&D-Material ist schwer, abrasiv und stark variabel. Robuste Sensorgehäuse mit aggressiven automatischen Reinigungssystemen sind ebenso entscheidend wie die Sensortechnologie selbst. Vorabsiebung zur Entfernung von Feinstoffen vor der optischen Sortierung ist unerlässlich.

Wichtige Auswahlkriterien jenseits des Sensors