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Meeresmüll-Sortierung | AISORT

Anwendungsübersicht — Meeresplastik-Rückgewinnung

Sortierung von Meeresmüll in modernen Recyclinganlagen

Die Rückgewinnung von Meeresmüll und Meeresplastik stellt einzigartige Sortierherausforderungen dar: salzkontaminierte, UV-geschädigte, biologisch bewachsene Materialien mit veränderten physikalischen und spektralen Eigenschaften. Trotz dieser Herausforderungen besteht eine wachsende Marktnachfrage nach meeresbürtigem und rückgewonnenem Meeresplastik, angetrieben durch Markenverpflichtungen zu Meeresplastikanteilen und Premiumpreise für zertifiziertes Meeresplastik-Rezyklat.

Materialeigenschaften und Sortierherausforderungen

Herausforderungen bei der Sortierung von Meeresmüll: Salzkrustenbildung verändert NIR-Spektren und kann innerhalb von Stunden zu Verschmutzungen der Sensorfenster führen; UV-Abbau verändert die Kunststofffarbe (Vergilbung) und die Oberflächenchemie, was sowohl die RGB- als auch die NIR-Klassifikation beeinträchtigt; Biofouling (Seepocken, Algen) fügt organische Verunreinigungen hinzu, die vor der Sortierung entfernt werden müssen; und die Materialzusammensetzung ist unvorhersehbar – Fischernetze (Nylon, HDPE), Seile (PP, PET), Bojen (HDPE-Schaum) und starre Behälter sind alle vermischt.

Empfohlener Technologie-Stapel für die Sortierung

Vorwäsche (Frischwasser mit Reinigungsmittel, um Salz und lockeres Biofouling zu entfernen) → Größenklassierung (Trommel- oder Scheibensieb) → NIR (Polymeridentifikation trotz Oberflächenabbau – können NIR-Quellen mit höherer Intensität erforderlich) + RGB (Farbsortierung) + KI-basierte Bilderkennung (Identifikation von Netz, Seil, starrem Behälter und anderen Formfaktoren). Manuelle QS-Station für stark abgebaute Artikel, die Sensoren nicht klassifizieren können.

Leistungskennzahlen

KennzahlZiel
Polymer-Identifikationsgenauigkeit>90% (abgebautes Material)
Reinheitsziel>95%
Durchsatz1-3 t/h
VorverarbeitungFrischwasserwäsche unerlässlich

Diese Kennzahlen stellen die mit moderner sensorbasierter Sortiertechnologie erreichbare Leistung dar, vorausgesetzt, dass richtig dimensionierte, gut gewartete Geräte mit repräsentativem Einsatzmaterial betrieben werden. Tatsächliche Ergebnisse hängen von der spezifischen Materialzusammensetzung, dem Durchsatz und den Betriebsbedingungen ab.