Organische Abfall-Sortierung | AISORT
Anwendungsübersicht — Recycling organischer Abfälle
Sortierung von Bioabfällen in modernen Recyclinganlagen
Die Sortierung von Bioabfällen trennt Lebensmittelabfälle, Gartenabfälle und biologisch abbaubare Materialien aus gemischten kommunalen Festabfällen (MSW) oder getrennt gesammelten organischen Strömen. Ziel ist es, eine saubere organische Fraktion zu erzeugen, die für die Kompostierung oder anaerobe Vergärung geeignet ist, während gleichzeitig verwertbare Verunreinigungen (Kunststoffe, Metalle, Glas) zurückgewonnen werden, die sonst die Kompostqualität beeinträchtigen oder AD-Anlagen beschädigen würden.
Materialeigenschaften und Sortierherausforderungen
Herausforderungen bei der Sortierung von Bioabfällen: Organische Materialien haben einen stark schwankenden Feuchtigkeitsgehalt (60-90 %), was die sensorbasierte Sortierung erschwert (feuchte Oberflächen verursachen NIR-Spektralverzerrungen); Lebensmittelabfälle in Plastiktüten müssen vor der Sortierung entpackt werden; kompostierbare Kunststoffe (PLA, PHA) sehen identisch zu herkömmlichen Kunststoffen aus, haben aber unterschiedliche Entsorgungswege; und das Geruchsmanagement stellt eine erhebliche betriebliche Herausforderung dar.
Empfohlener Technologie-Stack für die Sortierung
Mechanische Vorsortierung (Trommelsieb, Ballistikseparator) für Größen- und Formklassifizierung → NIR (Kunststoffidentifikation und -entfernung aus der organischen Fraktion) + Induktion (Metallentfernung) + RGB (farbbasierte Qualitätsprüfung). Für das Entpacken (Trennung von Lebensmitteln und Verpackungen): spezielle Entpackungsausrüstung (Hammermühle + Siebpresse) vor der optischen Sortierung.
Leistungskennzahlen
| Kennzahl | Zielwert |
|---|---|
| Reinheit der organischen Fraktion | >97% |
| Kunststoffentfernung | >98 % aus der organischen Fraktion |
| Durchsatz | 10-30 t/h (MSW-Organik) |
| Feuchtigkeitstoleranz | Bis zu 90 % |
Diese Kennzahlen stellen eine erreichbare Leistung mit moderner sensorbasierter Sortiertechnik dar, unter der Annahme richtig dimensionierter, gut gewarteter Anlagen, die mit repräsentativem Einsatzmaterial arbeiten. Tatsächliche Ergebnisse hängen von der spezifischen Materialzusammensetzung, dem Durchsatz und den Betriebsbedingungen ab.