AISORT by Xingyao Robotics

Plastic Color-Sortierung | AISORT

Anwendungsübersicht — Kunststoffrecycling

Farbbasierte Kunststoffsortierung in modernen Recyclinganlagen

Die Farbsortierung ist die am weitesten verbreitete optische Sortieranwendung im Kunststoffrecycling. Während NIR die Polymeridentifikation übernimmt, bewältigen RGB- (und zunehmend hyperspektrale) Kameras farbbasierte Entscheidungen: Trennung von klarem/hellblauem PET von grünen, bernsteinfarbenen und undurchsichtigen Flaschen; Sortierung von natürlichem HDPE von farbigem HDPE; sowie Entfernung von verfärbten oder degradierten Harzpartikeln aus ansonsten reinen Polymerströmen. Die Farbreinheit bestimmt direkt den Marktwert von recyceltem Kunststoff – klare Fraktionen erzielen bei allen Polymertypen einen Aufschlag von 30–50 % gegenüber farbigen Fraktionen.

Materialeigenschaften und Sortierherausforderungen

Herausforderungen der Kunststoff-Farbsortierung: Unterscheidung subtiler Farbunterschiede (hellblaues PET ist im klaren Strom bis zu 5–10 % akzeptabel, dunkelblau nicht); Handhabung von bedruckten und etikettierten Oberflächen, bei denen die Druckfarbe von der Grundpolymerfarbe abweicht; Sortierung von durchscheinenden und undurchsichtigen Materialien, die Licht unterschiedlich streuen; sowie Sicherstellung der Farbkonsistenz zwischen Chargen für Käufer, die enge Farbspezifikationen für ihre Produkte benötigen.

Empfohlener Technologie-Stack für die Sortierung

RGB-Kamera (sichtbares Spektrum, 400–700 nm) – der Standard für die Farbsortierung. Hochwertigere Systeme verwenden hyperspektrale oder multispektrale Kameras für eine feinere Farbunterscheidung. KI-Visionssysteme können bedruckte Etiketten von der Grundpolymerfarbe unterscheiden und Sortierentscheidungen auf Basis der zugrunde liegenden Materialfarbe treffen.

Leistungskennzahlen

KennzahlZiel
Farbtrennungsgenauigkeit>98%
Reinheit von klarem PET>99% clear/lt blue
Durchsatz5–20 t/h
Minimale FarbdifferenzΔE > 2 erkennbar

Diese Benchmarks stellen erreichbare Leistungen mit moderner sensorbasierter Sortiertechnik dar, unter der Annahme, dass die Geräte angemessen dimensioniert, gut gewartet und mit repräsentativem Aufgabegut betrieben werden. Die tatsächlichen Ergebnisse hängen von der spezifischen Materialzusammensetzung, dem Durchsatz und den Betriebsbedingungen ab.