PS-Sortiermaschine | AISORT
Anwendungsübersicht — Kunststoffrecycling
PS-Sortierung in modernen Recyclinganlagen
Die Sortierung von Polystyrol (PS) betrifft sowohl expandiertes PS (EPS/XPS-Schaum) als auch starres PS (Joghurtbecher, CD-Hüllen, Besteck). Obwohl PS niedrigere Recyclingquoten aufweist als PET oder HDPE, wird es zunehmend für das Recycling ins Auge gefasst, aufgrund seines hohen CO2-Fußabdrucks, seines geringen Gewichts (hohe Sammelkosten pro Tonne) und aufkommender chemischer Recyclingwege, die sortiertes PS als Einsatzstoff akzeptieren.
Materialeigenschaften und Sortierherausforderungen
Herausforderungen bei der PS-Sortierung: EPS-Schaum hat eine extrem niedrige Schüttdichte (10–30 kg/m³), was eine konventionelle bandbasierte Sortierung ohne Verdichtung unpraktisch macht; starres PS ist oft mit Lebensmittelrückständen verunreinigt; PS kann von einigen NIR-Sensoren aufgrund spektraler Ähnlichkeit in bestimmten Wellenlängenbereichen mit PVC verwechselt werden; und die wirtschaftliche Rentabilität des PS-Recyclings hängt stark von der Sammeldichte und der Nähe zu Verarbeitungskapazitäten ab.
Empfohlener Technologie-Stack für die Sortierung
Für starres PS: NIR (PS-Identifikation, mit sorgfältiger Kalibrierung zur Unterscheidung von PVC und ABS) + RGB (Farbsortierung) + Dichte-Vorabscheidung (PS sinkt in Wasser, SG 1,04–1,06, Trennung von Polyolefinen). Für EPS-Schaum: Kaltverdichtung oder thermische Verdichtung vor der Sortierung; dann NIR + RGB des verdichteten Materials. Durchsatz: 2–5 t/h für starres PS, 0,5–2 t/h für EPS (Vorverdichtung).
Leistungskennzahlen
| Metrik | Zielwert |
|---|---|
| PS-Reinheit | >95% |
| PVC in PS | <1% |
| Durchsatz | 2–5 t/h (starr) |
| EPS-Dichtesteigerung | 40–60:1 Verdichtung |
Diese Kennzahlen stellen eine erreichbare Leistung mit moderner sensorbasierter Sortiertechnik dar, vorausgesetzt, dass angemessen dimensionierte, gut gewartete Geräte mit repräsentativem Einsatzmaterial betrieben werden. Die tatsächlichen Ergebnisse hängen von der spezifischen Materialzusammensetzung, dem Durchsatz und den Betriebsbedingungen ab.